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Förderung des Konsortiums “DAPHNE4NFDI” im Rahmen der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur bekanntgegeben

02.07.2021: Das Konsortium DAPHNE4NFDI erhält eine Förderung für den Aufbau einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur

 

DAPHNE4NFDI-Logo

 

Das Konsortium DAPHNE4NFDI erhält als eines von 10 Konsortien eine Förderung im Rahmen des Aufbaus der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Zusammen mit den 9 seit 2020 geförderten Konsortien spiegelt die NFDI nun zunehmend die deutsche Wissenschaftslandschaft wider, in der die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen wichtigen Fortschritt in Bezug auf  Datenmanagement, Datenaustausch, Software – oder ganz allgemein in der Digitalisierung gestalten.  DAPHNE4NFDI wird sich auf Daten aus dem Bereich der Photonen- und Neutronenforschung konzentrieren. Die finale Entscheidung zur Förderung wurde am 02.07.2021 durch die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) getroffen, die damit der Empfehlung des Expertengremiums der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) folgte. Unter Leitung des Deutschen Elektronen Synchrotrons (DESY) werden insgesamt 18 Institute und Universitäten eine Förderung für zunächst 5 Jahre im Rahmen von DAPHNE4NFDI erhalten.

Der 2020 gegründete Verein Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI e.V.) ist eine wissenschaftsgetriebene Initiative, um Forschungsdaten aus dem deutschen Wissenschaftssystem systematisch zu erschließen, zu vernetzen und nachhaltig nutzbar zu machen. Die NFDI ist als ein Netz unabhängiger Konsortien organisiert, die von Bund und Ländern in einem kompetitiven Verfahren in drei Antragsrunden zur Förderung ausgewählt und dann jeweils für bis zu zehn Jahre gefördert werden. In der jetzt abgeschlossenen zweiten Runde das Konsortium DAPHNE4NFDI erfolgreich und kann zum 1. Oktober 2021 die Arbeit aufnehmen.

DAPHNE4NFDI (DAta from PHoton and Neutron Experiments for NFDI) wird  von mehr als 5500 Neutronen- und Photonen-NutzerInnen in Deutschland unterstützt. Sie bilden eine große Anzahl verschiedener Fachrichtungen ab - von Biologie und Pharmazie,  Ingenieurswissenschaften, Physik und Chemie bis hin zu Geologie und Archäologie. Alle stehen vor der gemeinsamen Herausforderung, den steigenden Bedarf einer schnellen Analyse von großen Datenmengen und Datenübertragungsraten zu bewältigen und nach den „FAIR“-Prinzipien zu organisieren. FAIR steht hierbei für Findable (auffindbar), Accessible (zugänglich), Interoperable (interoperabel) und Reusable (wiederverwendbar) und beschreibt die Kriterien für eine nachhaltige Nutzbarkeit von Daten - auch über den ursprünglichen Erhebungszweck hinaus. Im Bereich der Photonen- und Neutronenforschung werden derzeit mehr als 28 Petabytes (PB) Daten pro Jahr durch die Forschenden an Großforschungseinrichtungen produziert, einzelne Experimente erzeugen dabei bis zu einer Millionen  Dateien.  Um diese schnell, effizient und vollständig – möglichst während des Experimentes – analysieren zu können, benötigt es eine neue Qualität im Umgang mit den Daten. Auch Daten nachhaltig (FAIR) zu machen, erfordert neue Arbeitskonzepte.  Hierzu gehören u.a. durchsuchbare Kataloge für Daten und Analysetools, aber auch die Erfassung von möglichst vielen Parametern in digitaler Form während des Experimentes (Elektronische Laborbücher).  Zentral sind  weiter die Ausbildung und Gewinnung junger kluger Köpfe für dieses wichtige Zukunftsfeld. DAPHNE4NFDI vereint Wissenschaftlerinnen an Hochschulen, Forschungsinstituten, und  Betreiber von Großgeräten sowie zunehmend auch in der Industrie mit dem Ziel, diese Herausforderungen des digitalen Umbruchs im Bereich der Photonen- und Neutronenforschung anzugehen, und ist damit eines der  Konsortien, die unter der Dachorganisation NFDI e.V. die Nationale Forschungsdateninfrastruktur mit aufbauen.

Förderempfänger sind 18 verschiedene Universitäten, Forschungsinstitute und Großforschungszentren, an denen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sich unter Führung der Komitees für Synchrotron- bzw. Neutronenforschung (KFS, KFN) organisiert haben, um in enger Zusammenarbeite mit weiteren NFDI-Konsortien die Etablierung der neuen Forschungsdateninfrastruktur voranzutreiben. Forschende von elf weiteren Einrichtungen aus dem In- und Ausland bringen ihre Expertise und Methodik in Pilotprojekte ein. Forschung an Photonen- und Neutronenquellen ist eng im europäischen Umfeld verankert, und die Erarbeitung von Standards und Formaten innerhalb von DAHNE4NFDI wird im engen Austausch mit den kooperierenden europäischen Großforschungszentren erfolgen.

www.daphne-nfdi.de

https://www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2021/pressemitteilung_nr_25/index.html

 

 

abgelegt unter: KFN, KEKM, KFS, KFSI
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