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Preise für Neutronenforschung und -Instrumentierung auf SNI2022 vergeben

Navid Qureshi und Artur Glavic erhalten KFN-Preise

Die Preisträger der KFN-Preise 2022: Dr. Navid Qureshi (ILL), links,erhält den Wolfram-Prandl-Preis 2022 (Foto: privat), und Dr. Artur Glavic (PSI), rechts (Foto: Mahir Dzambegovic/Paul Scherrer Institut), erhält den KFN-Instrumentierungspreis 2022.

Rund 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben sich auf der Deutschen Tagung für Forschung mit Synchrotronstrahlung, Neutronen und Ionenstrahlen an Großgeräten (SNI2022) ausgetauscht, die vom 05. -07. September 2022 in Berlin stattfand. Das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) war Organisator der Konferenz. Dabei zeichnete das Komitee Forschung mit Neutronen (KFN) zwei Nachwuchswissenschaftler aus. Die Preise gingen an Dr. Navid Qureshi (Institut Laue-Langevin, ILL, Frankreich) und Dr. Artur Glavic (Paul-Scherrer-Institut, PSI, Schweiz).

 

Gruppenbild von der SNI-Konferenz 2022, die vom 05.-07.09.2022 in der "Rostlaube" der Freien Universität Berlin tagte. © M. Setzpfandt/HZB

Komplexe magnetische Phänomene sind nicht nur wissenschaftlich interessant, sondern auch Grundlage für Anwendungen wie Supraleitung, neuartige Speichermedien in der IT bis hin zum Quantencomputer, der mit winzigen magnetischen Strukturen wie z. B. Skyrmionen arbeitet. Neutronenstreuung eignet sich besonders gut, um solche Phänomene in Festkörpern zu untersuchen.

Dr. Navid Qureshi vom Institut Laue-Langevin, ILL, Frankreich, erhält den angesehenen Wolfram-Prandl-Preis 2022, der genau vor 20 Jahren erstmals vergeben wurde. Damit würdigt das Komitee Forschung mit Neutronen  die enormen Fortschritte, die er bei der Nutzung polarisierter Neutronen erreicht hatte. Durch die Kombination verschiedener Methoden konnte er neue Einblicke in komplexe magnetische Phänomene gewinnen.

Dr. Artur Glavic vom Paul-Scherrer-Institut, PSI, Schweiz, erhält den erstmalig vergebenen KFN-Instrumentierungspreis für seinen maßgeblichen Beitrag bei der Entwicklung und dem Bau neuartiger Neutronenreflektometer, die u. a. für Studien magnetischer Systeme genutzt werden können. Das KFN möchte mit diesem Preis die Bedeutung von methodischen Entwicklungen hervorheben und die Preisträger*innen anspornen, ihre Karriere in dieser Richtung fortzusetzen.

Insgesamt brachte die Fachkonferenz rund 400 Forschende aus Deutschland und Europa zusammen. An Großforschungsanlagen wie dem HZB, dem Heinz Maier-Leibnitz Zentrum MLZ in Garching, dem Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY in Hamburg oder dem GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt, dem ILL in Frankreich und dem PSI in der Schweiz geht es sowohl um Grundlagenforschung als auch um anwendungsorientierte Forschung zu Themen wie Energiewende, Gesundheit und Umwelt. Besondere Schwerpunkte der Tagung waren die Instrumentierung sowie in-situ- und operando-Studien von Materialien in ihrer natürlichen Umgebung und während des Ablaufs von Prozessen.

An den Großforschungsanlagen arbeiten Wissenschaftler*innen aus aller Welt und aus verschiedenen Disziplinen äußerst erfolgreich zusammen. Alle drei Jahre wählen sie ihre Interessensvertretungen, die Komitees Forschung mit Neutronen (KFN), Synchrotronstrahlung (KFS) und nuklearen Sonden und Ionen (KFSI). Diese Komitees vernetzen die Forschungsgemeinde, haben die Tagung initiiert und bieten auf ihren Webseiten vielfältige Informationen für Forschende und die interessierte Öffentlichkeit:

KFN-LogoKFS-LogoKFSI-Logo

Die SNI2022 wurde durch den Kongressfonds Berlin gefördert.

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich gerne an:

Pressestelle der SNI-Komitees: Dr. Karin Griewatsch, info@sni-portal.de

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