76. KFN-Sitzung

Komitee Forschung mit Neutronen

Dienstag, den 23.09.2014, Bonn

E R G E B N I S B E R I C H T

Rückblick 9. KFN: In den zurückliegenden drei Jahren gab es wegen der Planung der ESS besonders hohen Gesprächsbedarf. Am 04.07.2014 kam die Verhandlungsphase zu einem guten Ende, denn Deutschland hat für Bau und Betrieb der ESS einen festen Betrag zugesagt. Die Beteiligung der Universitäten an der ESS bleibt weiterhin ein wichtiges Thema. Das KFN begrüà die versprochene volle Nutzung in der Restlaufzeit des HZB. Das 9. KFN hat zwei Papiere einstimmig verabschiedet und dem BMBF vorgelegt. AuÃrdem erschienen zwei Artikel zum Thema ESS im Physik Journal, und in jedem MLZ-Newsletter erscheint eine KFN-Kolumne. Das KFN hat seine Tätigkeit in Vorträgen auf den HZB-Nutzertreffen und bei nmi3-Treffen dargestellt. Vertreten oder beteiligt ist das KFN bei der ENSA, KEKM, IRI und RACIRI. Das 10. KFN muss sich auf das bevorstehende Strategiegespräch zur Verbundforschung vorbereiten. Es geht darum, wie die Verbundforschung erfolgreich fortgesetzt werden kann. Weiterhin wichtig ist die Beteiligung an der ESS.

Konstituierung des 10. KFN: Die hohe Wahlbeteiligung von 38,4 % (s. Wahlergebnis) zeigt das Interesse der Nutzergemeinschaft. Herr Unruh wird als Vorsitzender und Herr Hellweg wird als stellvertretender Vorsitzender wiedergewählt. Das Ressort Instrumentierung übernimmt Herr Dronskowski weiterhin, das Ressort Öffentlichkeitsarbeit übernimmt Herr Schreyer. Es werden zwei neue Ressorts eingerichtet. Frau Schneidewind wird für das Ressort „Verbundforschung“ und Frau Lohstroh für das Ressort „ESS - Beteiligung deutscher Universitäten“ zuständig sein.

ESS: Der Aufbau von 16 Instrumenten ist geplant. Instrumentierungskonzepte werden über offene Proposal eingereicht. Die letzte Proposalrunde für Instrumentvorschläge ist bis Mitte Januar offen. Drei Instrumente sind in 'Phase 1-Preliminary Design' und neun weitere sind auf dem Weg dorthin. Die Einbindung deutscher Universitäten an der ESS wird diskutiert. HORIZON2020: Im Rahmen von H2020-INFRADEV (Developing New World Class Re-search Infrastructures) wurden für das Programm H2020-INFRADEV-4 (Implementation and operation of cross-cutting services and solutions for clusters of ESFRI and other relevant research infrastructure initiatives) auch Proposals aus dem Bereich Neutronen eingereicht.

Verbundforschung: Im Bereich „Kondensierte Materie“ wird die nächste Förderperiode 2016-2019 vorbereitet: im Frühjahr soll das Strategie-Gespräche zwischen BMBF und Vertretern der Komitees stattgefunden haben. Die neue Bekanntmachung wird voraussichtlich bis September 2015 erscheinen, geplante Frist für die Antragseinreichung ist November 2015, der Förderstart soll dann Juli 2016 sein.

Berichte aus den Zentren (HZB, HZG, ILL, MLZ, JCNS): Der Hochfeldmagnet des HZB befindet sich derzeit in der Inbetriebnahmephase und hat bereits Felder von 21 Tesla erzeugt. Das Nutzerprogramm soll bis Ende 2019 mit 12 vom HZB betriebenen Instrumenten laufen. Das Instrument NEAT wird 2015 in Betrieb gehen. Für die auslaufenden Instrumente sind Kooperationen möglich. Am ILL ist nach zehnmonatiger Pause das Nutzerprogramm wieder angelaufen. Es wird 2014 zwei Zyklen geben. Im nächsten Jahr soll es wieder im normalen Rhythmus weitergehen. Am MLZ wird es 2014 anderthalb Zyklen geben, und bis Mai 2015 ebenfalls, da dann die Osthalle angebunden werden soll. Die Bauten auf dem MLZ-Gelände schreiten voran. Zur ESS werden zwei Instrumente bearbeitet, das Imaging-Instrument ODIN und das kalte Chopper-Spektrometer C-SPEC. Das JCNS-Neutronenpraktikum ist sehr be-liebt, daher wird über eine zweischichtige Lösung nachgedacht.

Termine: Die nächste KFN-Sitzung soll im November in Berlin oder München stattfinden.