84. KFN-Sitzung

Komitee Forschung mit Neutronen

Freitag, den 09.06.2017, Garching

E R G E B N I S B E R I C H T

KFN-Wahl: Die KFN-Wahl hat am 06.06.2017 stattgefunden. Die Wahlbeteiligung lag bei 33,6% bei mehr als 1500 Wahlberechtigten. Die 45 ungültigen Wahlbriefe enthielten keinen Wahlausweis. Nicht alle Wahlunterlagen erreichten die Wähler rechtzeitig, deshalb muss die Organisation in Zukunft verbessert werden. Herr Unruh gratuliert den neu gewählten Mitgliedern (Markus Braden, Klaudia Hradil, Regine v. Klitzing, Wiebke Lohstroh, Andreas Meyer, Walter Richtering, Astrid Schneidewind).

KFN-Umfrage: Aus der Umfrage unter kürzlich registrierten Nutzern ergibt sich eine Diskussion dazu, wie man die einzigartigen Möglichkeiten der Forschung mit Neutronen und allgemein von Streumethoden bekannter machen kann, z.B. auch in der DPG.

Röntgen-Ångström-Cluster: Für Herbst 2017 ist eine Förderbekanntmachung des BMBF im Rahmen des RÅC zu erwarten, mit Begutachtung der Anträge durch einem gemeinsamen deutsch-schwedischen Gutachterausschuss im Frühjahr 2018. Auf den beiden bevorstehenden Perspektiv-Workshops zum RÅC sollen Podiumsdiskussionen zu Perspektiven des RÅC, auch zu einer möglichen Ausweitung auf weitere Länder, stattfinden.

Digitale Agenda: Das BMBF-Referat möchte zum politischen Prozess „Digitale Agenda“ im Bereich der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung beitragen. Nicht nur die Zentren befassen sich schon länger mit Data Policies, sondern auch das KFN will den Prozess begleiten. Vor allem der Bedarf an Methoden- und Softwareentwicklung sollte angegangen werden.

SNI2018: Die SNI2018 soll vom 17. bis 19.09.2018 in Garching stattfinden. Veranstaltungsort ist die Fakultät für Maschinenwesen der TUM. Der Teilnehmerbeitrag soll möglichst geringgehalten werden.

Berichte aus den Zentren: Am ILL wurden in der letzten Proposalrunde von 592 Messzeitanträgen 377 Experimente angenommen. Die meisten kamen aus der Physik, dann folgen Materialien, Weiche Materie, Chemie und Biologie. Das Auswahlverfahren zum Endurance2-Call wird im Herbst beginnen. Am HZB sind in dieser POF-Periode zehn Instrumente im Nutzerbetrieb, und für zwei weitere gibt es Kooperationsverträge. BER II soll bis Ende 2019 im Nutzerservice wissenschaftlich genutzt werden. Beim Hochfeldmagneten, der weltweit einmalige Magnetfelder (größer als 25 T) für die Neutronenstreuung zur Verfügung stellt, kann man jederzeit Messzeitanträge einreichen, sie werden im Abstand von einigen Monaten außerhalb der regulären, halbjährlichen Proposalrunde begutachtet. Möglich sind Diffraktometrie, Kleinwinkelstreuung und jetzt auch inelastische Messungen. Das KFN würde ein Engagement des HZB bei der Nutzung von Neutronen über 2019 hinaus begrüßen, wie es schon früher in Stellungnahmen festgehalten wurde. An der ESS ist die Designphase zur Hälfte abgeschlossen. Insgesamt wird an 15 Instrumentierungsprojekten gearbeitet. Der deutsche Betriebskostenanteil ist ein wichtiges Thema für das nächste KFN. JCNS: Prof. Stefan Förster hat die Nachfolge von Prof. Dieter Richter als Institutsleiter von JCNS-1 und ICS-1 angetreten. Das HBS-Projekt geht gut voran. Es wird in zwei Richtungen gearbeitet: eine leistungsstarke Quelle, die mittelfristig die derzeitigen Forschungsreaktoren ersetzen kann und eine kleine kompakte Quelle, die erstmals die Neutronen in der Nähe der Nutzer - z.B. an den Universitätet - bereitstellen kann. An der kleinen kompakte Quelle ist Kleinwinkelstreuung, Pulverdiffraktometrie, Bildgebung und Neutronenaktivierungsanalyse möglich. Am MLZ wird über die Aufnahme von Instrumenten vom HZB diskutiert. Die Entwicklung des MLZ über 2020 hinaus ist ein wichtiges Thema, sowohl in Bezug auf Instrumente als auch auf den Nutzerbetrieb. Es ist geplant, gewählte Nutzervertreter in die MLZ-Gremien einzubinden, so dass die Kontakte zu den Nutzern verbessert werden können. Dieses Vorhaben wird vom KFN begrüßt.

Termine: Die konstituierende KFN-Sitzung soll im Herbst gemeinsam mit den bisherigen Mitgliedern stattfinden.

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