Sie sind hier: Startseite / Nutzervertretungen / Komitee Forschung mit Synchrotronstrahlung / Aktuell / Nachrichten aus dem Komitee

Nachrichten aus dem Komitee

KFS-Kandidaten 2014

Kandidaten für die Wahl des 10. KFS im März 2014



Natalia Dubrovinskaia Universität Bayreuth
Stefan Eisebitt TU Berlin
Rainer Fink Uni Erlangen
Ronald Frahm Uni Wuppertal
Jan-Dierk Grunwaldt KIT
Christian Gutt Uni Siegen
Raphael Hermann FZ Jülich/Uni Liege
Birgit Kanngießer TU Berlin
Lutz Kipp Uni Kiel
Sarah Köster Uni Göttingen
Dirk Lützenkirchen-Hecht Uni Wuppertal
Karlheinz Meiwes-Broer Uni Rostock
Peter Müller-Buschbaum TU München
Bridget Murphy Uni Kiel
Franz Pfeiffer TU München
Mathias Richter PTB
Eckart Rühl FU Berlin
Tim Salditt Uni Göttingen
Hermann Schindelin Uni Würzburg
Claus M. Schneider FZ Jülich
Andreas Schreyer HZG
Volker Schünernann TU Kaiserslautern
Björn Winkler Uni Frankfurt

KFS-Kandidaten 2011

Liste der Kandidaten für das 9. KFS (Wahl im Februar 2011)
Christian Back Magnetismus weiche Röntgenstrahlung
Matthias Bauer physikalische Chemie harte Röntgenstrahlung
Melissa Denecke Radioisotope/Spektroskopie weiche und harte Röntgenstrahlung
Reinhard Denecke physikalische Chemie weiche Röntgenstrahlung
Arno Ehresmann Atom/Mol Physik weiche Röntgenstrahlung
Stefan Eisebitt Kohärenz weiche Röntgenstrahlung
Jens Falta Oberflächenphysik harte Röntgenstrahlung
Rainer Fink Röntgenmikroskopie weiche Röntgenstrahlung
Jan-Dierk Grunwaldt physikalische. Chemie harte Röntgenstrahlung
Lutz Kipp Physik/Spektroskopie weiche Röntgen/FEL
Gerhard Klebe Strukturbiologie
Dietmar Manstein Strukturbiologie
Peter Müller-Buschbaum weiche Materie harte Röntgenstrahlung
Thorsten Ressler EXAFS/Katalyse harte Röntgenstrahlung
Walter Richtering Chemie weiche Röntgenstrahlung
Eckard Rühl Chemie weiche Röntgenstrahlung/FEL
Claus M. Schneider Spektroskopie weiche Röntgenstrahlung
Christian Schroer Röntgenoptik harte Röntgenstrahlung
Andreas Schreyer Materialwissenschaften harte Röntgenstrahlung
Irmgard Sinning Strukturbiologie
Andreas Stierle Oberflächenphysik harte Röntgenstrahlung
Simone Techert physikalische Chemie FEL
Wilfried Wurth Spektroskopie FEL

Interview 2017

Interview mit dem Vorsitzenden des KFS, Prof. Stefan Eisebitt, und mit seiner Stellvertreterin, Dr. Bridget Murphy, 2017

 

Herr Eisebitt, was hat das KFS in den 30 Jahren seines Bestehens erreicht und wo lagen die Schwerpunkte in den letzten drei Jahren, in denen Sie Vorsitzender waren?

Das Komitee Forschung mit Synchrotronstrahlung vertritt die Interessen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mit Synchrotronstrahlung forschen. Das KFS vertritt diese Interessen nicht nur gegenüber den Betreibern der Quellen, sondern ist insbesondere auch Ansprechpartner für das BMBF. Dabei war das KFS in den Jahren seines Bestehens außerordentlich erfolgreich. Schaut man sich z.B. die Empfehlungen in zurückliegenden KFS Broschüren an, so kann man rückwirkend feststellen, dass die Politik die Ratschläge des KFS meist angenommen hat – viele Entwicklungen sind so gekommen wie es vom KFS empfohlen wurde. Zu den Themen, die uns in den letzten drei Jahren intensiver beschäftigt haben gehörte die Situation der Nutzer an ANKA sowie die Zukunft des Förderinstrumentes Verbundforschung an sich, über die Ausgestaltung einzelner Ausschreibungen hinaus.

Frau Murphy, Was sind die wichtigsten Aufgaben für die kommenden Jahre? Welche Bedürfnisse haben die Nutzer?

Es ist wichtig sicherzustellen, dass die Synchrotronstrahlungsquellen, die wir nutzen, weltweit führend bleiben, so dass wir die bestmögliche Forschung betreiben können. Dafür repräsentiert das KFS die Nutzergemeinschaft und verdeutlicht deren Bedürfnisse gegenüber den Geldgebern. Die Synchrotronstrahlungsnutzerschaft ist sehr aktiv, und das KFS übernimmt die Aufgabe, die Politik über den Erfolg und die zukünftigen Bedürfnisse der Nutzergemeinschaft zu informieren. Zurzeit brauchen die Nutzer von Speicherringen und Freie-Elektronen-Lasern eine breite Spanne von verschiedenen Methoden, die im Energiebereich von weicher bis zu harter Röntgenstrahlung reichen, und im Zeitbereich von Femtosekunden bis zu Stunden. Daher brauchen wir viele verschiedene spezialisierte Quellen, um unsere Bedürfnisse abzudecken und exzellente Wissenschaft zu ermöglichen. Zukunftsweisende Neuentwicklungen wie diffraktionslimitierte Quellen werden eine bis zu 100-mal höhere Intensität haben und das stark kohärente Licht auf extrem kleine Probenstellen konzentrieren, so dass der Messbereich erweitert wird und in-situ und in-operando-Untersuchungen möglich werden. Die ersten Experimente am European XFEL im Herbst diesen Jahres werden diese kurzen Zeitskalen erstmals einer breiten Nutzerschaft eröffnen.

Herr Eisebitt, wie arbeitet das KFS ganz konkret?

Das KFS trifft sich mehrmals im Jahr, informiert sich über aktuelle Entwicklungen und diskutiert die anstehenden Themen. Dabei sind neben den gewählten Mitgliedern auch Vertreter der Quellen, des BMBF bzw. des Projektträgers DESY und weitere Gäste anwesend; so besteht z.B. enger Kontakt zur European Synchrotron Radiation Users Organization. Dieses Format ermöglicht einen direkten und intensiven Austausch über meist strategische Fragen. In Arbeitskreisen des BMBF vertreten wir die Interessen der Nutzer von Synchrotronstrahlungsquellen und Freien Elektronen Lasern – aktuell z.B. in einem Arbeitskreis des BMBF zur Digitalen Agenda, Computing und Forschungsdatenmanagement. Es geht darum, die Sicht und Probleme der Nutzer einzubringen und mit denen anderer Akteure, wie z.B. den Helmholtz-Zentren, auszubalancieren.

Frau Murphy, was sind Ihre persönlichen Beweggründe dafür, sich beim KFS zu engagieren?

Ich bin in der Synchrotron-Community aufgewachsen und habe viele Entwicklungen über die Jahre miterlebt, sowohl als Wissenschaftlerin am Synchrotron als auch als Forscherin. Daher kann ich die Bedürfnisse der Nutzergemeinschaft verstehen und kann sie effektiv gegenüber Zentren und BMBF kommunizieren. In diesen spannenden Zeiten ist es wichtig, der Community eine Stimme zu geben.

Herr Eisebitt, warum ist es wichtig zu wählen?

Das KFS hat den Anspruch, die Interessen der Nutzer zu vertreten. Dass wir ein gewähltes Gremium sind, verleiht uns dabei Legitimation. Das ist keine leere Phrase – diese Legitimation stärkt uns ganz konkret, wenn wir die Interessen der Nutzer in Kontroversen vertreten! Eine respektable Wahlbeteiligung ist daher wichtig. Der andere Aspekt: Forschung mit Synchrotronstrahlung ist vielfältig – das KFS hat aber nur acht gewählte Mitglieder. Möglichst viele dieser Themenfelder repräsentativ über „Abgeordnete“ abzudecken – wie ginge das besser als mit einer Wahl? Besser vom Wahlrecht Gebrauch machen als hinterher zu bedauern, dass das ein Themenbereich unterrepräsentiert ist!

Eisebitt  Murphy

Ergebnisse der KFS-Umfrage

Das KFS hat die Nutzer von Synchrotronstrahlung in Deutschland befragt

KFS-Nutzerumfrage

Was das KFS tut

EisebittDas KFS vertritt Forscher, die im Rahmen der BMBF-Verbundforschung "Kondensierte Materie" mit Synchrotronstrahlung arbeiten. Das Komitee besteht aus sieben, aus dem Kreis der Nutzer gewählten Mitgliedern und aus Gästen. Ziel des KFS ist die Förderung der Forschung mit Synchrotronstrahlung. Womit das KFS sich aktuell beschäftigt, können Sie aus den vierteljährlichen Rundmails (s. "Rundschreiben") und aus den Kurzprotokollen der Sitzungen entnehmen. [weiter] 10.11.2015 [Archiv]

abgelegt unter: Nachrichtenkollektion, KFS