Förderung

Förderung der Forschung mit Synchrotronstrahlung

In Deutschland hat sich eine komplexe Förderlandschaft der Wissenschaft entwickelt. Die meisten Synchrotronstrahlungsquellen werden von Instituten der Helmholtz-Gemeinschaft (HGF) betrieben, die von Bund und Ländern finanziert werden. An diesen Forschungszentren wird nicht nur eigene Forschung betrieben, sondern in großem Umfang auch Infrastruktur für externe Nutzer von anderen Instituten, Hochschulen und aus der Industrie aus dem In- und Ausland zur Verfügung gestellt.

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Die DFG ist der größte Drittmittelgeber der Hochschulen

Die Forschung an den Hochschulen ist weitgehend auf Drittmittel angewiesen, die aus unterschiedlichen Quellen stammen: von privaten Stiftungen, aus Bundesmitteln, zusätzlichen Landesmitteln, mehr und mehr auch aus Programmen der Europäischen Union und schließlich der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem größten Drittmittelgeber der Hochschulen, die ebenfalls vom Bund und von den Ländern gemeinsam finanziert wird.
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Verbundforschung (ErUM-Pro) für die Weiterentwicklung von Großgeräten

Wer Neues entdecken will, muss die Methoden weiterentwickeln. Daher gibt es ein eigenes Programm, das den Hoschschulen Bundesmittel für die Entwicklung von innovativer Instrumentierung und neuen Forschungsmethoden an den Forschungszentren zur Verfügung stellt. Im BMBF-Rahmenprogramm "Erforschung von Universum und Materie" (ErUM) wird durch den Aktionsplan "ErUM-Pro" (bisher "Verbundforschung") Projektförderung zur Einbindung von Hochschulen in die Weiterentwicklung von Großgeräten bereitgestellt. Alle drei Jahre veröffentlicht das BMBF dazu  Ausschreibungen und beauftragt einen Projektträger (PT DESY) mit der Durchführung. Der Projektträger steht prinzipiell immer für alle Fragen rund um die Antragstellung zur Verfügung. Zielgruppe sind einzelne oder Verbünde von Arbeitsgruppen an deutschen Hochschulen, die Materie mit Synchrotronstrahlung (einschließlich FEL), Neutronen oder nuklearen Sonden und Ionen erforschen, und zwar in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Forschungszentren, die die Großgeräte (z.B. Synchtrotronstrahlungsquellen) betreiben.


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Inter- und binationale Förderung

Zusätzlich zu diesen nationalen Möglichkeiten gibt es neben der Förderung der EU auch ein deutsch-schwedisches und ein deutsch-russisches Förderprogramm in diesem Forschungsbereich. Verbundprojekte müssen mindestens eine Photonen- bzw. Neutronenquelle als Großgeräte der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung einbeziehen und die Entwicklung von Methodik oder Instrumentierung zum Gegenstand haben. Im deutsch-schwedischen Röntgen-Ångström Cluster (RÅC) liegt der Schwerpunkt auf Materialwissenschaften und Strukturbiologie mit Synchrotronstrahlung und Neutronen. Projekte werden gewöhnlich alle zwei Jahre ausgeschrieben. Die Verbindung nach Rußland besteht durch das "Ioffe-Röntgen-Institut" (IRI). Deutsch-russische Verbundprojekte dienen der Entwicklung und Anwendung beschleunigerbasierter Photonenquellen und der Forschung mit Neutronen. Als gemeinsame Initiative von RÅC und IRI findet jährlich eine mit Vollstipendien geförderte RACIRI-Sommerschule mit Studenten aus Deutschland, Schweden und Russland statt.

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Quellen

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