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Teamwork für den Transfer

KFS-Transfer-Workshop, Helmholtz-Zentrum Berlin/online, 28.-29. April 2022

 

Vor-Ort-Teilnehmende des KFS-Transfer-Workshops 2022

Mehr als 40 Teilnehmende haben auf einem Hybrid-Workshop Ideen diskutiert und formuliert, wie der gesellschaftliche Nutzen von Synchrotronstrahlungsquellen gesteigert werden kann.

Das Hauptmerkmal von Synchrotrons ist die spezielle Hardware. Europäische Unternehmen sind in diesem Hochtechnologiebereich gut vertreten. Eine enge Einbindung strategischer Industriepartner in die frühen Stadien der Diskussion zur Synchrotrontechnologie und -anforderungen der nächsten Generation wird empfohlen. Dadurch können Industriepartner ihr Fachwissen und technologisches Know-How teilen und das Endergebnis verbessern. Da die europäischen Synchrotrons weltweit technologisch führend sind, wird dies die europäische Synchrotronindustrie weiter stärken.

Synchrotronstrahlungszentren haben davon profitiert, dass sie ihrem ursprünglichen Schwerpunkt auf Physik und Kristallographie um Fachbereiche wie Materialwissenschaften, Paläontologie und biologische Bildgebung erweitert haben. Hier spielen kleine Unternehmen eine wesentliche Rolle, indem sie als Vermittler zwischen industriellen Forschern (aber auch weniger synchrotronkundigen akademischen Gruppen) und Synchrotrons auftreten. Sie entwickeln Methoden und steigern den Beitrag der Synchrotronforschung auf die Gesellschaft. Eine stärkere Einbindung von solchen Vermittlern in die Planung und den Betrieb von Synchrotronanlagen wird diesem Wachstum zugutekommen. Intermediäre sind Verbündete und wichtige Ressourcen für Synchrotrons und sollten von den Einrichtungen aktiv vermarktet werden.

Ein Teamgeist, der Offenheit und Austausch über institutionelle, juristische und länderübergreifende Grenzen hinweg bei der Planung, dem Betrieb und der Entwicklung von Synchrotrons begrüßt, wird deren Nutzen für die Gesellschaft unmittelbar erhöhen. Synchrotrons werden sich so von Forschungszentren zu grundlegenden Infrastrukturen für die Gesellschaft entwickeln. Da dies für alle Nutzenden der Synchrotronstrahlung wichtig ist, wird sich das Komitee Forschung mit Synchrotronstrahlung (KFS), das den Workshop organisiert hat, im Austausch mit den Förderorganisationen weiter für dieses Ziel einsetzen.

Birgit Kanngießer, Bernd Hinrichsen, Karin Griewatsch und Jan-Dierk Grunwaldt

abgelegt unter: KFS