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Forschungszentrum Jülich

Helmholtz-Zentrum Berlin fr Materialien und Energie
Anwendung von Synchrotronstrahlung in der Archäologie

Materialien zu untersuchen, ohne sie zu zerstören - das ist die große Chance, die Synchrotronstrahlung den Archäologen bietet. In den letzten Jahren hat die Forschung an kulturellen Gütern an Synchrotronforschungszentren stark zugenommen. Die Ergebnisse kommen aus vielen Bereichen - dabei geht es um ein besseres Verständnis von Objekten und Artefakten, die Alterung von Monumenten, ihre Konservierung, Untersuchungen zu Herstellungsverfahren, Herkunft, Echtheitsbestätigungen, Arbeit an paläontologischen Stücken.

Quelle: SOLEIL: HALO, the Heritage and Archaeology Liaison Office

Mehr zum Thema:

Oldest primate fossil rewrites evolutionary break in human lineage

Pressemitteilung der ESRF, 06.06.2013

The study of the world's oldest early primate skeleton has brought light to a pivotal event in primate and human evolution: that of the branch split that led to monkeys, apes and humans (anthropoids) on one side, and living tarsiers on the other. The fossil, that was unearthed from an ancient lake bed in central China's Hubei Province, represents a previously unknown genus and species named Archicebus Achilles. The results of the research were published on 6 June 2013 in Nature. [mehr]
Infrarot-Messungen für den bedrohten Wikingerschatz vom Oseberg

Pressemitteilung des HZB, 01.06.2012

Forscher vom Kulturhistorischen Museum in Oslo haben in enger Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) Holzgegenstände aus der Wikingerzeit an der Synchrotronquelle BESSY II untersucht. Die Restauratoren erwarten von der zerstörungsfreien Methode wichtige Erkenntnisse, um den Zerfall dieser einzigartigen Kunstobjekte aufzuhalten. Die Holzgegenstände stammen aus einem 1904 aufgefundenen Wikingergrab am Oseberg in der Nähe des Oslo-Fjords. Der Oseberg-Fund gilt als eines der wichtigsten Zeugnisse der Wikingerzeit und ist eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten Norwegens. Allerdings droht nun der Zerfall, weil sich die Holzfasern der Objekte auflösen. Der Grund dafür ist die vor einhundert Jahren in Skandinavien weitverbreitete Konservierungstechnik, mit der Kunstgegenstände behandelt wurden. Nun versuchen Chemiker und Restauratoren des Projektes Saving Oseberg mit internationaler Unterstützung den Nationalschatz Norwegens zu retten. [mehr]
Textilien aus den Höhlen von Qumran am Toten Meer

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Im Jahr 1947 wurden in der Nähe des Toten Meeres die Höhlen von Qumran entdeckt. Diese Gegend wurde im ersten Jahrhundert nach Christi von den Essenern, einer religiösen Sekte, bewohnt. Über sie ist bis heute wenig bekannt. Neben den berühmten Schriftrollen wurden in den Höhlen auch andere Artfakte, darunter Textilreste gefunden. Diese waren sowohl aus Wolle und Leinen als auch aus Baumwolle hergestellt worden. Mit Hilfe von Röntgenstreuung wurden die Proben auf molekularer Ebene untersucht. Durch eine genaue Bestimmung der verschiedenen Größen wie etwa der Molekülabstände läßt sich eine genauere Einordnung der Textilien durchführen als es bisher möglich war. [mehr]
Untersuchung der Himmelsscheibe von Nebra am BESSY

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Die Himmelsscheibe wurde in mindestens vier Phasen hergestellt. Das belegen unter anderem Röntgenuntersuchungen im Forschungslabor "Bessy" in Adlershof. Ihren scharf gebündelten Strahl richteten Physiker auf alle Goldplättchen der Himmelsscheibe. „Das Röntgenlicht regt die Atome im Material an“, erläuterte der Experimentator Martin Radtke. Die energiegeladenen Atome fallen jedoch nach kurzer Zeit wieder in ihren Ausgangszustand zurück und senden dabei ihrerseits Licht aus. Die Energie dieses Lichtes ist charakteristisch für die jeweiligen Atome. Gold, Zinn und andere chemische Elemente lassen sich so unterscheiden, ohne das Material zu schädigen. [mehr]
Synchrotronstrahlung entlarvt Nasenbügel an altgriechischem Kampfhelm als Fälschung

Jan Oliver Löfken für wissenschaft.de

Stolz ist das Antikenmuseum in Manchester auf einen altgriechischen Kampfhelm aus dem 7. Jahrhundert vor Christus. Doch britische Physiker enthüllten nun mit der energiereichen Strahlung aus einem Synchrotronring, dass der Helm mit einem gefälschten Nasenbügel aus dem 19. Jahrhundert ausgestattet ist. Zugleich entdeckten die Forscher aber auch, dass der Rest der antiken Kopfbedeckung tatsächlich original ist und zudem aus einem einzigen Stück Kupfer getrieben wurde. [mehr]
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