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Forschungszentrum Jülich

Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie
Zugang
 
Prinzipiell kann jeder Interessent aus dem In- und Ausland Experimente an deutschen Synchrotronstrahlungsquellen durchführen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten, angefangen von einmaligen kurzen Testexperimenten bis hin zu langfristigen und umfangreichen Experimentiervorhaben, die entweder in Kooperation mit erfahrenen Gruppen (mit oder ohne eigenem Strahlzeitantrag) oder in eigener Regie mit eigenem Strahlzeitantrag durchgeführt werden. In letzterem Fall kann auf vom Labor oder von anderen Nutzern zur Verfügung gestellte Ausrüstung zurückgegriffen werden, oder es wird eine eigene Messkammer bzw. eine eigene Experimentierstation (Monochromator, Diffraktometer, Messkammer, etc.) aufgebaut und betrieben. Die Gepflogenheiten und Randbedingungen bei den einzelnen Quellen und in den einzelnen Forschungsbereichen sind verschieden.

Allen Experimenten ist jedoch gemeinsam, dass die Zuteilung der Strahlzeit entsprechend internationalem Standard auf der Basis von Anträgen erfolgt, die von i.d.R. international besetzten Strahlzeitkomitees nach allgemein üblichen Kriterien bewertet werden (sog. „Peer-Review“-Verfahren). Damit wird die kostbare Strahlzeit, die an vielen Messplätzen durch eine das Angebot bei weitem übersteigende Nachfrage sehr knapp bemessen ist, nach vergleichbaren Maßstäben vergeben und durch Forschungsvorhaben von hoher Qualität genutzt. Primäres Kriterium für die Auswahl von Anträgen auf Strahlzeit ist dabei ihre wissenschaftliche Exzellenz, die zusammen mit der Durchführbarkeit des Projektes und der Expertise der Antragsteller bewertet wird. Darüber hinaus werden auch vertraglich festgelegte Verpflichtungen bei der Vergabe von Strahlzeit berücksichtigt (getätigte Investitionen, internationale Kooperationen, etc.). Zur kurzfristigen Realisierung innovativer Projektideen können zeitlich begrenzte Testexperimente durchgeführt werden. Ebenso werden bei Bedarf geeignete Kooperationspartner vermittelt, mit denen neue Nutzergruppen erste Erfahrungen zum Arbeiten mit Synchrotronstrahlung sammeln und durch die ausländische Arbeitsgruppen integriert werden können. Längerfristige Forschungsprogramme sowie Verbundvorhaben von hohem allgemeinem Interesse werden sowohl durch Fachleute hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Exzellenz begutachtet, als auch vom Komitee für Forschung mit Synchrotronstrahlung (KFS) und von den Leitern und Beiräten der jeweiligen Synchrotronstrahlungsquellen im Hinblick auf das allgemeine Nutzerinteresse und ihre Durchführbarkeit unter Berücksichtigung der vorhandenen Randbedingungen eingehend geprüft.

Eine vollständige Liste der aktuellen Proposal-Fristen finden Sie auf der Webseite lightsources.org. Hier eine Auswahl:

Quelle Fristen Quellen-Homepage
nationale Quellen:
PETRA III bei DESY in Hamburg zwei mal jährlich,
März oder Juli und September


FLASH bei DESY in Hamburg zwei mal jährlich
Plattform Werkstoffforschungszentrum (keine eigene Quelle):
German Engineering Materials Science Centre (GEMS)
bisher noch über das DESY-Verfahren

BESSY II in Berlin Adlershof (HZB) März und September
ANKA in Karlsruhe Januar und Juni
 
regionale Quellen:
DELTA an der Universität Dortmund zwei mal jährlich (Sommer / Winter)
ELBE am Forschungszentrum Rossendorf Frühjahr und Herbst
gemeinsame europäische Quelle:
European Synchrotron Radiation Facility (ESRF) März und September,
Long-Term-Proposals im Januar
 
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