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Anwendung von nukleare Sonden und Ionenstrahlen in der Chemie

Analytische Verfahren und Arbeitsmethoden, die auf dem Einsatz von Radionukliden aus Reaktoren oder Beschleunigern bzw. von ionisierender Strahlung beruhen, spielen in allen Bereichen der Analytik eine bedeutende Rolle. Hervorzuheben sind die Anwendung von Radiotracern zur Fehlerdiagnostik in Analysenverfahren, Isotopenverdünnungsanalysen und Aktivierungsanalysen als quantitative radiochemische Analysenprinzipien sowie Oberflächenanalytik mit geladenen Teilchen oder Synchrotronstrahlung als Anregungsquellen. Die Strukturanalytik mit nuklearen Sonden, die radiochemische Prozessanalytik und die Umweltanalytik von Radionukliden sind weitere Anwendungsbeispiele.

Für die Elementanalyse nimmt die Neutronenaktivierungsanalyse als hochempfindliche Referenzmethode eine Führungsposition ein. Ortsauflösende Anregungsverfahren mit Teilchen- bzw. Synchrotronstrahlen gewinnen zunehmende Bedeutung in der Analytik dünner Schichten. Mehrere nukleare Sonden-Verfahren werden zur Erforschung kondensierter Materie eingesetzt.

Ein neuer technologischer Zugang ist die Herstellung exotischer Kerne und ihre Verfügbarmachung als radioaktive Schwerionenstrahlen ("Radioactive Nuclear Beams"). Auf diesem Gebiet sind weltweit beachtliche Aktivitäten zu beobachten.

Quelle: Positionspapier der Fachgruppe Nuklearchemie in der Gesellschaft Deutscher Chemiker

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